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... einfach mal neue Wege finden

NeuroStrategien für Erneuerbare Energien
Herausgegeben von in DaZ - Integration - Erneuerbares ·
Tags: einfachallgemeingenauBoniniThorngateDaZMutIntuitionparadoxLernen
einfach - genau - allgemein gültig:
es wäre doch so schön, wenn es das für DaZ gäbe.

"und tschüss" lieber Traum!
Unsere kleinen grauen Zellen lieben "einfach - genau - allgemein gültig". Und warum gilt es, sich davon zu verabschieden?

Boninis Paradox
Um 1963 entdeckte Bonini bei dem Versuch, Organisationen möglichst detailgerecht als Computersimulation abzubilden, verschiedene immanente Widersprüche: Je ähnlicher die Simulation der nachgebildeten Organisation wurde, desto deutlicher traten auch die Eigenschaften Unverständlichkeit und Unbeschreibbarkeit auf, die Aspekte jeder Organisation sind. Je gewissenhafter und angestrengter versucht wurde, eine möglichst umfassende Beschreibung zu erreichen, umso unverständlicher und unübersichtlicher wurde die Beschreibung.

Damit läßt sich zum einen in der Praxis wenig anfangen, zum anderen ist es meist im nachhinein nicht mehr zu klären, ob die Widersprüchlichkeit an der eingesetzten Methode lag oder am beschriebenen Gegenstand.

Beschreibungswut
Diese Beschreibungswut findet sich in vielen Forschungsprojekten und wird offensichtlich beherrscht von der Auffassung, je umfangreicher eine Beschreibung ist, desto besser muß sie auch sein.

Wenn Theorien aber nur dazu führen, die komplexe, mehrdeutige und fließende Wirklichkeit einer Organisation zu reproduzieren oder nachzubauen, wird nichts verstehbarer gemacht, und niemand ist in der Lage, prognostische Ableitungen zu treffen.
 
Thorngates Postulat
Eine weitere Unvereinbarkeit im Rahmen der Theoriebildung hat W. Thorngate (1976) in seinem "Postulat der angemessenen Komplexität" zu fassen gesucht. Er hat verschiedene Theorien untersucht und dabei drei Dimensionen gefunden, die bei jeder Theoriebildung berücksichtigt werden müßten, aber niemals gleichzeitig erfüllt werden können. Diese Dimensionen sind ins Deutsche übersetzt mit den Begriffen "allgemein", "genau" und "einfach" zu bezeichnen.

allgemein
Die Dimension "allgemein" steht hierbei für den Gültigkeitsrahmen von Theorien. So gibt es Ansätze, die in unterschiedlichen Realitätsbereichen Gültigkeit anstreben, und andere, die nur unter sehr begrenzten Rahmenbedingungen funktionieren.

einfach
Die Dimension der "Einfachheit" bezieht sich auf die in der Wissenschaft gelobte Tugend, daß Theorien aus möglichst wenig Basissätzen bestehen und nur wenige bis gar keine Zusatzannahmen benötigen sollen.
 
genau
Das dritte Kriterium, die "Genauigkeit" einer Theorie bezieht sich darauf, daß die Aussagen eindeutig sind, wenig Interpretations-spielraum lassen und den Gegenstand exakt und abschließend beschreiben.

Thorngates Postulat besagt nun, daß eine Theorie niemals allgemein, genau und einfach zugleich sein kann. So sind zum Beispiel psychoanalytische Theorien allgemein, ihre Gültigkeit betrifft viele Lebensbereiche. Sie sind auch genau, denn sie beschreiben die einzelnen Abläufe und Entwicklungen sehr differenziert und detailliert. Aber die Psychoanalyse ist nicht einfach. Die Positionen "allgemein" und "genau" schließen die Dimension "einfach" aus.
Viele Labor- und Feldstudien positionieren sich zwischen "genau" und "einfach" und verringern dafür das Kriterium "allgemein".
Quelle: Wagner: Praxis der Veränderungen in Organisationen. Verlag für Angewandte Psychologie, Göttingen

Warum ich das hier unter "DaZ" schreibe?
Ein aktueller Anlass hat mich bewegt, mal in alten Unterlagen zu kramen. Es soll zudem ein Impuls sein, mit Erkenntnissen aus "fremden" Forschungen die eigene Denk- und HandlungsFreiheit zu stärken. Und die Grenzen wissenschaftlicher Forschung zu erkennen.

Lernen ist ein ganzheitlicher Prozess. So wichtig und vielleicht sogar hilfreich einzelne ForschungsErgebnisse auch sein mögen: wenn wir all die Details nicht wieder zum Ganzen zusammensetzen, landen wir in (selbstgemachten) OperationalisierungsFallen. Und/oder wir verstricken uns in - scheinbar wichtige - Details, die nicht zueinander passen.

Und nun? Was bleibt nach der Ernüchterung?
Sehr viel HandlungsSpielRaum. Einfach mal...
  • neue Wege zusammen mit den Kindern ausprobieren und schauen, hören, fühlen, was genau in der Situation geschieht
  • seiner Intuition mehr trauen
  • eigne Fehler zulassen
Und dazu gehört "nur" Mut.

Interessieren Sie die Zusammenhänge zwischen einfach und komplex ?
Impulse für freies Denken.



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